XUZHOU, China, 21. September 2026 /PRNewswire/ -- XCMG, ein weltweit tätiger Baumaschinenhersteller, hat am 20. September den „Hanjing" vorgestellt, seinen Schwerlast-Lkw der nächsten Generation mit alternativem Antrieb. Der Lkw wurde für den überregionalen Fernverkehr konzipiert und erfüllt wichtige Anforderungen von Logistikunternehmen, darunter Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Betriebsverfügbarkeit und Betriebseffizienz über den gesamten Lebenszyklus.
XCMG begann 2023 mit der Entwicklung des „Hanjing", besuchte dabei wichtige Frachtknotenpunkte und arbeitete mit großen Logistikunternehmen zusammen, um die Anforderungen hinsichtlich Reichweite, Aufladung, Effizienz und Zuverlässigkeit zu ermitteln. Anschließend konzentrierten sich die Ingenieure von XCMG auf den elektrischen Antriebsstrang, das zentralisierte Wärmemanagement, die Drehmomentverteilung und das regenerative Bremsen, um den Lkw für den realen Langstreckeneinsatz zu optimieren.
Der Hanjing verfügt über eine windwiderstandsarme Fahrerkabine, eine eigens entwickelte integrierte elektrische Antriebsachse und intelligente Steuerungen, die darauf ausgelegt sind, den Energieverbrauch zu senken. Seine 800-Volt-Architektur unterstützt Schnellladung im Megawattbereich, wodurch die Batterie in weniger als 20 Minuten von 20 % auf 80 % aufgeladen wird. Der Hanjing kombiniert eine Karosserie aus 1.500-MPa-warmgeformtem Stahl mit mehreren thermischen Schutzsystemen für die Batterie, um die Sicherheit des Fahrzeugs und der Batterie zu erhöhen. Ein zentraler Domänencontroller, ein navigationsgestütztes Fahrsystem für die Autobahn sowie ein digitales Cockpit unterstützen die Fahrer auf Langstrecken.
Vor der Markteinführung wurde der Hanjing Tests unter extremer Hitze, extremer Kälte, in großer Höhe, bei Wasserüberquerungen sowie Crashtests unterzogen. Zudem absolvierte er einen 24-Stunden-Dauertest auf dem Testgelände in Yancheng, bei dem er bei einem voll beladenen zulässigen Gesamtgewicht von 49 Tonnen 2.198 Kilometer zurücklegte und seine Leistungsfähigkeit unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen im Fernverkehr mit schwerer Ladung unter Beweis stellte.
XCMG bietet zudem Ladeinfrastruktur, vernetztes Flottenmanagement und Lebenszyklus-Dienstleistungen an und stellt Betreibern damit ein integriertes System für die Verwaltung von Fahrzeugen, das Laden und den täglichen Betrieb zur Verfügung. Die vernetzte Fahrzeugplattform ermöglicht es Flottenbetreibern, den Fahrzeugstatus und den Energieverbrauch zu überwachen sowie die Fahrzeugauswahl und das Laden entsprechend ihren Routen zu planen.
Von Januar bis Juli 2026 belegte XCMG in China den ersten Platz beim Absatz von Schwerlast-Lkw und Sattelzugmaschinen mit neuen Energien. Das Unternehmen belegt seit drei Jahren in Folge landesweit den ersten Platz beim Absatz von Schwerlast-Lkw mit neuen Energien. XCMG-Lkw werden zudem in Indonesien, Thailand, Guinea und auf weiteren afrikanischen Märkten verkauft. Ein großer indonesischer Bergbaukunde bestellte weitere 100 Fahrzeuge, nachdem er bereits mehr als 150 batteriebetriebene 8×4-Kipper mit neuen Energien und einer Kapazität von 600 kWh erworben hatte.
Im Vorfeld der Markteinführung präsentierte XCMG auf der IAA Transportation 2026 in Hannover neue Energie-Nutzfahrzeuge und Transportlösungen für die Bau- und Logistikbranche. XCMG wird seine Produkte weiterhin an lokale Vorschriften, Straßenverhältnisse und Betriebsabläufe anpassen und den Einsatz von schweren Lkw mit neuen Energieträgern über feste Routen und Kurzstreckentransporte hinaus auf ein breiteres Spektrum von Langstreckenanwendungen ausweiten.
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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.