KOPENHAGEN, Dänemark, 5. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Die Carlsberg-Stiftung feiert ihr 150-jähriges Jubiläum. Das Engagement für die Gemeinschaft spielt seit der Gründung eine zentrale Rolle und basiert auf dem Grundsatz, dass Unternehmen lokale Gemeinschaften unterstützen und in die Gesellschaft investieren sollten.

Gegründet 1876 vom Brauer J.C. Jacobsen, die Carlsberg-Stiftung ist die weltweit erste Unternehmensstiftung. Sein Hauptzweck besteht darin, den langfristigen Besitz von Carlsberg A/S sicherzustellen und Mittel für gemeinnützige Zwecke bereitzustellen, insbesondere zur Förderung der dänischen Grundlagenforschung.
Anlässlich des Jubiläums bringt Carlsberg ein speziell angefertigtes Glas mit einer 30-Prozent-Markierung auf den Markt. Die Gläser verdeutlichen die Eigentümerstruktur des Unternehmens: Über die Carlsberg-Stiftung, die New Carlsberg-Stiftung und die Tuborg-Stiftung fließen fast 30 % der jährlichen Dividenden in die Förderung von Wissenschaft, Kunst und Jugendinitiativen.
Als Mehrheitsaktionär von Carlsberg räumt die Stiftung der langfristigen Wertschöpfung Vorrang vor kurzfristigen finanziellen Gewinnen ein. Seit über 150 Jahren werden durch Stiftungsmittel finanzierte Forschungsprojekte gefördert, die von der Hefechemie über die Astronomie bis hin zur Archäologie reichen, darunter auch mehrere mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Forschungsarbeiten.
Obwohl Carlsberg mit 37.000 Mitarbeitern in 150 Märkten weltweit tätig ist, ist sein wirtschaftlicher Fußabdruck nach wie vor stark lokal geprägt. Die Carlsberg-Gruppe sichert weltweit indirekt rund 1,1 Millionen Arbeitsplätze und fördert damit eine nachhaltige soziale Entwicklung an den Standorten, an denen ihre Produkte gebraut werden.
„Im Jahr 2026 feiern wir voller Stolz das 150-jährige Bestehen der Carlsberg-Stiftung – ein Meilenstein, der unser Vermächtnis aus Neugier, Großzügigkeit und gesellschaftlichem Engagement würdigt", sagte Jacob Aarup-Andersen, CEO der Carlsberg-Gruppe.
„Unser finanzieller Erfolg schlägt sich direkt in gesellschaftlicher Wirkung nieder, und dieses neue Glas erinnert uns eindringlich daran, dass unser Erbe nicht nur Geschichte ist, sondern eine lebendige Kraft, die auch heute noch alles prägt, was wir tun."
Über die Carlsberg-Stiftung:
Gegründet 1876 vom Brauer J.C. Jacobsen, die Carlsberg-Stiftung ist die weltweit erste Unternehmensstiftung. Sie wurde gegründet, um den langfristigen, engagierten Besitz von Carlsberg sicherzustellen und Mittel für philanthropische Zwecke zu vergeben, verbunden mit einem dauerhaften Engagement für die Förderung unabhängiger Grundlagenforschung und die Schaffung langfristiger Werte für die Gesellschaft.
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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.