MONACO, 29. September 2026 /PRNewswire/ -- Die Saudi Tourism Authority (STA) beendete ihre Teilnahme an der Monaco Yacht Show 2026 mit einer Reihe von Ankündigungen und strategischen Partnerschaften. Die Initiativen markieren weitere Fortschritte bei der Etablierung des saudischen Roten Meeres als ganzjähriges Reiseziel für die internationale Yachting-Community.
Unter der Dachmarke Saudi Red Sea brachte die STA im saudischen Pavillon wichtige Partner aus den Bereichen Tourismus, Schifffahrt und Destinationsentwicklung zusammen. Präsentiert wurden die wachsende Infrastruktur sowie Dienstleistungen und Erlebnisse, die Yachtbesitzern, Kapitänen, Betreibern und Chartergästen entlang der über 1.800 km langen saudischen Rotmeerküste zur Verfügung stehen.
Eine Kernmeldung der Messe war die Einführung des „Yachting Network", des neuen Betreibernetzwerks von Red Sea Global für Marinas und Yachtclubs. Ab dem Winter 2026 verbindet das Netzwerk den AMAALA Yacht Club und die Shura Island Marina über einen einzigen Liegeplatzvertrag und bietet so Zugang zu 278 Liegeplätzen in beiden Marinas. Weitere Marinas und Ankerplätze sollen 2027 hinzukommen. Die AMAALA Marina verfügt über 119, die Shura Island Marina über 159 Liegeplätze; beide können Yachten mit einer Länge von bis zu 120 Metern aufnehmen.
Vom 14. bis 17. Oktober 2027 wird im Jeddah Yacht Club & Marina erstmals die „Red Sea Yacht Show" stattfinden. Unterstützt von der Monaco Yacht Show sowie organisiert von Tahaluf in Zusammenarbeit mit SELA, bringt die Messe die internationale Yachtbranche zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt im globalen Yachtkalender nach Dschidda: dann, wenn die Mittelmeersaison zu Ende geht und die Yachten ihre Überführung ins Winterquartier beginnen.
Während der Messe wurden mehrere Absichtserklärungen (MoUs) unterzeichnet, die Zusammenarbeit und Investitionen im wachsenden saudischen Yacht-Ökosystem weiter voranbringen. Darunter ist eine Vereinbarung zwischen SELA und ICON Saudi, die Entwicklung einer spezialisierten Wartungsanlage für Luxusyachten in Dschidda zu prüfen. Eine solche Anlage würde umfassende Wartungskapazitäten und internationale Expertise näher an die im Roten Meer operierenden Yachten bringen.
Die Saudi Red Sea Authority präsentierte mit RASA eine einheitliche digitale Plattform für den Küstentourismus. RASA bündelt Lizenz- und Genehmigungsverfahren in einem einzigen digitalen Prozess. Yachtbesitzer, Betreiber, Charterunternehmen und Investoren können behördliche Dienstleistungen damit einfacher nutzen und verwalten. Zugleich verbindet die Plattform das gesamte Ökosystem des Küstentourismus.
„Das saudische Rote Meer entwickelt sich zur natürlichen winterlichen Verlängerung der Yachtsaison im Mittelmeerraum. Mit direktem Zugang über den Suezkanal, warmen Gewässern im Winter und einer Küstenlänge von mehr als 1.800 km bietet Saudi-Arabien Yachtbesitzern und Kapitänen die Möglichkeit, ihre Törns bis in den Winter hinein fortzusetzen und dabei eine Küste voller Inseln, Riffe, Yachthäfen und Reiseziele von Weltklasse zu entdecken", sagt Hazim AlHazmi, Leiter des Geschäftsbereichs Europa und Amerika bei der Saudi Tourism Authority.
„Die in Monaco angekündigten Entwicklungen spiegeln den Wandel des saudischen Roten Meeres von einem aufstrebenden Yachtziel hin zu einem zunehmend vernetzten und betriebsbereiten Ökosystem für Yachtreisen wider, das Yachthafeninfrastruktur, Yachtclubs, behördliche Dienstleistungen, technische Kapazitäten und luxuriöse Tourismuserlebnisse miteinander verbindet", ergänzt AlHazmi.
Dieses wachsende Ökosystem spiegelt sich in einem vielfältigen, stetig erweiterten Portfolio an Destinationen entlang des saudischen Roten Meeres wider. Dazu zählen Dschidda, „The Red Sea" und AMAALA, die der Yachtszene jeweils eigene Erlebnisse bieten – von etablierter Infrastruktur und internationalen Events bis hin zu Weltklasse-Resorts und Küstenerlebnissen. Die Ankündigungen und Partnerschaften auf der Monaco Yacht Show 2026 sind ein weiterer Schritt, Küste, Infrastruktur, Services und touristische Erlebnisse Saudi-Arabiens zu einem überzeugenden Ganzjahresangebot für die internationale Yachting-Community zu verbinden.
Über die Saudi Tourism Authority (STA): Die im Juni 2020 gegründete STA ist für die weltweite Vermarktung der saudischen Tourismusdestinationen sowie für die Weiterentwicklung des touristischen Angebots durch Programme, Pauschalangebote und Unternehmensförderung zuständig. Zu den Kernaufgaben gehören die Entwicklung der einzigartigen Attraktionen und Destinationen des Landes, die Ausrichtung von und Teilnahme an Branchenveranstaltungen sowie die Förderung der Destinationsmarke Saudi-Arabien im In- und Ausland. Die STA unterhält weltweit 16 Vertretungen und betreut 38 Länder.
Weitere Informationen unter: www.VisitSaudi.com
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Im Magdeburger Landtag steht ein Einschnitt in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte bevor: Erstmals könnte ein Abgeordneter der AfD das Amt des Landtagspräsidenten übernehmen. Der 35-jährige Tobias Rausch, seit 2016 Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt und Generalsekretär der AfD im Bundesland, geht mit einer komfortablen Mehrheit in die konstituierende Sitzung. Nach ihrem klaren Wahlsieg stellt die AfD künftig 39 der 83 Abgeordneten und ist damit die mit Abstand stärkste Fraktion.
Den entscheidenden Schub liefert das Bündnis mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die fünf BSW-Abgeordneten wollen geschlossen für Rausch stimmen und kommen gemeinsam mit der AfD auf 44 Stimmen. BSW-Fraktionschef Thomas Schulze verweist auf parlamentarische Gepflogenheiten: Als stärkste Fraktion habe die AfD laut Geschäftsordnung Anspruch auf den Vorsitz im Parlament. Eine politische Blockbildung gegen die AfD lehnt Schulze ab und präsentiert die Zustimmung zur Wahl des Landtagspräsidenten als Signal eines „neuen Politikstils“.
Die übrigen Fraktionen reagieren gespalten. CDU, SPD, Grüne und Linke verfügen zusammen ebenfalls über 39 Mandate, treten aber nicht geschlossen gegen die AfD an. Die CDU hat angekündigt, sich bei der Wahl zu enthalten – Enthaltungen zählen in diesem Verfahren nicht als abgegebene Stimmen. SPD, Grüne und Linke wollen gegen Rausch stimmen. Spannend bleibt damit vor allem die Frage, ob der AfD-Kandidat über die absehbaren 44 Ja-Stimmen hinaus zusätzliche Unterstützung erhält. Vor der geheimen Abstimmung spekulieren die Lager bereits über mögliche Abweichler; aus der AfD-Spitze heißt es, zusätzliche Stimmen könnten auch aus dem Kreis der erklärten Gegner stammen.
Parallel zur Präsidentenwahl testet die AfD aus, wie weit ihr neuer Einfluss im Landtag reicht. Die Fraktion will die Geschäftsordnung ändern, um neben dem Präsidenten auch einen der drei Vizepräsidentenposten zu besetzen – vorgesehen ist der Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider. In der Vergangenheit sorgten seine Beiträge zur Bildungs- und Kulturpolitik regelmäßig für Kritik in anderen Fraktionen, die den Personalvorschlag daher als Provokation werten dürften. Ob das BSW diese Personalie ebenso mitträgt wie die Wahl von Rausch, ist bislang offen. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen wird die erste Sitzung des neu gewählten Landtags damit zum Testfall für künftige Zusammenarbeit und Machtarithmetik in Sachsen-Anhalt.