Das Sovereign Wealth Fund Institute kündigt den ersten I20-Gipfel parallel zum G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs an und strebt einen Kapitaleinsatz in Höhe von 5 Billionen US-Dollar in den USA an

05.10.2026
  • Fünftägige Veranstaltung in Miami (11.–15. Dezember 2026) parallel zum G20-Gipfel im Trump National Doral.
  • Bringt globale staatliche, Renten- und institutionelle Anleger zusammen, die alle G20-Staaten und verbündete Länder vertreten.
  • SWFI strebt einen Kapitaleinsatz in Höhe von 5 Billionen US-Dollar in wichtige amerikanische Wachstumsbranchen an.

NEU-DELHI, 5. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Das Sovereign Wealth Fund Institute (SWFI) hat offiziell die „G20 Investment Week" und den ersten „I20 Summit" angekündigt, die vom 11. bis 15. Dezember 2026 in Miami stattfinden werden. Diese Veranstaltung, die parallel zum offiziellen G20-Gipfel im Trump National Doral stattfindet und ausschließlich auf Einladung zugänglich ist, hat zum Ziel, langfristiges institutionelles Kapital in Höhe von 5 Billionen US-Dollar in die Vereinigten Staaten zu lenken.

Lakshmi Narayanan Ramanujam, SWFI Chairman, Chip Rogers, Advisor and spokesperson to SWFI, and Michael Maduell, SWFI President and CEO announce G20 Investment Week at iBRICS 2026, The Oberoi, New Delhi. Photo: SWFI.

Das fünftägige Programm beginnt am 11. Dezember mit einem Begrüßungsdinner, gefolgt von speziellen Investorentagen, und endet am 15. Dezember mit dem „Global Leaders Day" und der Verleihung der „GOOD Fellows Awards". An drei zentralen Tagen wird die SWFI parallele Branchensitzungen veranstalten, bei denen Staatsfonds, Pensionsfonds, Stiftungsfonds, Reserveverwalter von Zentralbanken und staatliche Vertreter direkt miteinander in Kontakt treten können. Amerikanische Gouverneure und Wirtschaftsförderungsbehörden werden baureife Projekte aus zwölf wichtigen Wachstumsbranchen vorstellen, darunter Energie und LNG, SI- und Rechenzentrumsinfrastruktur, kritische Mineralien, fortschrittliche Fertigung, Immobilien, private Kredite und digitale Vermögenswerte.

Die auf der iBRICS 2026 in Neu-Delhi angekündigte Initiative bindet Kapitalgeber aus dem Globalen Süden sowie aus verbündeten Volkswirtschaften ein, darunter G20-Mitglieder, die Europäische Union, die Afrikanische Union und eingeladene Gastländer wie Katar, Singapur, die Vereinigten Arabischen Emirate, Norwegen und Finnland.

Lakshmi Narayanan Ramanujam, Vorsitzender der SWFI, sagte: „Die G20 gibt die Richtung für die Weltwirtschaft vor. Der I20 ist der Ort, an dem sich entscheidet, ob das Kapital nachzieht. Wir haben dieses Projekt auf der iBRICS 2026 in Neu-Delhi vorgestellt, weil Kapital keinem Block angehört. Es geht um Größe, Rechtsstaatlichkeit und Renditen – und kein Markt bietet mehr von all diesen drei Faktoren als die Vereinigten Staaten."

Chip Rogers, Berater und Sprecher von (SWFI), sagte: „In den US-Bundesstaaten gibt es Projekte, die genehmigt und bereit für die Kapitalbeschaffung sind. Was sie jedoch selten bekommen, ist eine Woche in derselben Stadt wie die Fonds, die sie finanzieren könnten. Miami gibt ihnen diese Woche."

Über den I20-Gipfel

Der I20-Gipfel ist eine von der SWFI eigenständig organisierte Zusammenkunft von Langzeitinvestoren anlässlich des G20-Gastgeberjahres der Vereinigten Staaten. https://i20summit.com/

Über das Sovereign Wealth Fund Institute

Die 2008 gegründete SWFI mit Hauptsitz in Dallas, Texas, hat Staatsfonds, Pensionsfonds und Family Offices aus 60 Städten in 20 Ländern zusammengebracht, unter anderem im Unterhaus, in der Guildhall und im Mansion House. www.swfinstitute.org

 

I20 Summit Logo

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AfD-Ausschussvorsitze im Fokus: CDU in der Zwickmühle zwischen Abgrenzung und Einbindung

08.10.2026

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.

Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.

Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.

Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.

In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.