FORT COLLINS, Colorado, 3. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- CaseBioscience® gab heute seine Beteiligung an einem multidisziplinären Team unter der Leitung von Likarda bekannt, dem von der Advanced Research Projects Agency for Health (ARPA-H) im Rahmen ihres Programms „BioStabilization Systems" BoSS Fördermittel in Höhe von bis zu 7,3 Millionen US-Dollar gewährt wurden.

Das BoSS-Programm zielt darauf ab, neue Technologien zur Herstellung, Lagerung und zum Transport von Zellen bei Raumtemperatur ohne Kühlung zu fördern. Wie das BoSS-Team erklärt, besteht das Ziel darin, die modernsten biologischen Arzneimittel so zu gestalten, dass sie „genauso einfach zu versenden und zu lagern sind wie Aspirin".
Unter der Leitung von Likarda ist das Team „Reversible Ambient Biostabilization" (RAB) eines von nur drei Teams, die für das BoSS-Programm ausgewählt wurden. Das Team vereint Fachkenntnisse aus den Bereichen Konservierungswissenschaft, Zellbiologie, Zellstoffwechsel, Bioingenieurwesen, Immunologie, Stammzellbiologie, Formulierung und Herstellung.
Das Programm auf einen Blick
Das Team wird daran arbeiten, die Abhängigkeit von der Kühlkettenlogistik zu verringern, indem es spezialisierte physiologische Mechanismen, neuartige Strategien zum Schutz der Zellen und bioingenieurwissenschaftliche Ansätze integriert, um neue Methoden für die Lagerung und den Transport von zellulären Arzneimitteln bei Raumtemperatur zu entwickeln.
Zelltherapien haben das Potenzial bewiesen, die Behandlung von Krebs und anderen schweren Erkrankungen grundlegend zu verändern, doch ihre breitere Verfügbarkeit wird zum Teil durch die Komplexität und die Kosten der Kühlkettenlogistik eingeschränkt. Viele zellbasierte Produkte erfordern spezielle Konservierungs-, Lagerungs- und Transportbedingungen, um ihre Lebensfähigkeit und Funktion zu erhalten. Technologien, mit denen therapeutische Zellen bei Raumtemperatur stabilisiert werden können, könnten die Verteilung erheblich vereinfachen, logistische Hürden abbauen und dazu beitragen, den Zugang zu diesen fortschrittlichen Arzneimitteln zu erweitern.
„Das Konzept, lebende Zellen in einem trockenen Zustand zu konservieren, wird seit mehr als zwei Jahrzehnten verfolgt, doch aufgrund erheblicher wissenschaftlicher und technischer Hürden waren die Erfolge bislang begrenzt", erklärte Dr. John Baust, ein führender Experte auf dem Gebiet der Biokonservierung und Projektpartner von CPSI Biotech. „Das BoSS-Programm von ARPA-H bietet eine beispiellose Gelegenheit, dieses Problem gleichzeitig aus verschiedenen wissenschaftlichen und technischen Blickwinkeln anzugehen. Sollte diese Arbeit erfolgreich sein, könnte sie einen Paradigmenwechsel in der Art und Weise bedeuten, wie Biologika konserviert, gelagert und vertrieben werden."
Das Programm baut zudem auf Forschungsarbeiten auf, die tief im wissenschaftlichen Team von CaseBioscience verwurzelt sind. Dr. Lynda McGinnis, Director der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei CaseBioscience, leistete vor mehr als zwei Jahrzehnten Pionierarbeit bei den ersten Forschungen zur Trockenlagerung von Sperma.
„Das ist eine großartige Gelegenheit, die Forschungsarbeit wieder aufzunehmen, die einige von uns vor 25 Jahren in Boston begonnen haben", sagte Dr. McGinnis. „Es ist an der Zeit für ein völlig neues Paradigma hinsichtlich der Art und Weise, wie wir Zellen für klinische Therapien und sogar für die Reproduktionsmedizin lagern und transportieren."
CaseBioscience® wird sein Fachwissen in den Bereichen Formulierung klinischer Kulturmedien, Biokonservierung und Zellstoffwechsel in die Entwicklung und Bewertung neuartiger Ansätze zur langfristigen Stabilisierung therapeutischer Zellen bei Raumtemperatur einbringen.
„Wir freuen uns sehr, Teil eines Programms zu sein, das über die wissenschaftliche Tiefe und die Ressourcen verfügt, um Ideen zu verfolgen, die das Fachgebiet maßgeblich voranbringen könnten", sagte Dr. Kevin Flynn, Chief Scientific Officer bei CaseBioscience. „Dies ist eine Gelegenheit, unsere Kompetenzen in eine außergewöhnliche Zusammenarbeit einzubringen, Neues zu erkunden und dieses Potenzial in Fortschritt umzusetzen."
„Wir sind sehr stolz darauf, dass CaseBioscience von ARPA-H für die Teilnahme am BoSS-Programm ausgewählt wurde. Diese Auszeichnung ist eine eindrucksvolle Bestätigung unserer wissenschaftlichen Arbeit, unserer Konservierungstechnologie und des Teams, das dahinter steht. Wenn es gelänge, Therapien auf Basis lebender Zellen ebenso einfach zu lagern und zu versenden wie herkömmliche Arzneimittel, würde dies den Zugang zu diesen Therapien grundlegend verändern, und es ist uns eine Ehre, gemeinsam mit einer so außergewöhnlichen Gruppe von Partnern auf dieses Ziel hinzuarbeiten", sagte Ami Mezezi, Mitbegründer und Managing Director von CaseBioscience.
Die erste Phase des BoSS-Programms ist nun angelaufen, und das RAB-Team hat mit seinen gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten begonnen.
Informationen zu CaseBioscience®
CaseBioscience ist ein Life-Science-Unternehmen, das hochentwickelte Medien und Konservierungslösungen für die Zelltherapie, die regenerative Medizin und die assistierte Reproduktionstechnologie entwickelt und herstellt. Durch die Kombination von Fachwissen in den Bereichen Zellbiologie, Zellstoffwechsel, Formulierungswissenschaft und Biokonservierung entwickelt CaseBioscience Lösungen, die darauf ausgelegt sind, die Zellgesundheit, -konsistenz und -leistung von der Forschung bis hin zu klinischen Anwendungen zu unterstützen. Das Unternehmen arbeitet nach einem nach ISO 13485:2016 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem und verfügt über eine bei der FDA registrierte Produktionsstätte sowie Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in Colorado. Darüber hinaus arbeitet CaseBioscience mit Biotechnologie- und Pharmaunternehmen zusammen, um spezialisierte Medien und Konservierungslösungen zu entwickeln und herzustellen.
Weitere Informationen finden Sie unter CaseBioscience.com.

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Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.
Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.
Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.
Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.