Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf hat der Prozess gegen vier mutmaßliche Anführer des verbotenen "Königreichs Deutschlands" begonnen. Im Zentrum der Anklage steht Peter Fitzek, der innerhalb der Gruppierung als "oberster Souverän" fungierte. Die Justiz wirft den Beteiligten vor, systematisch versucht zu haben, die Legitimität der Bundesrepublik Deutschland zu untergraben.

Nach vorliegenden Informationen baute Fitzek über Jahre hinweg einen Fantasiestaat mitten in Deutschland auf. Dieser Pseudostaat verfügte über eine eigene Infrastruktur, zu der eine eigene Währung, eine eigene Bank sowie eine eigene Versicherung gehörten. Fitzek selbst positionierte sich dabei als das Oberhaupt dieses Konstrukts.

Die Anklage führt eine Vielzahl von Straftaten an, die bis zum Verbot des "Königreichs" begangen worden sein sollen. Insbesondere stehen dabei Steuerdelikte und Urkundenfälschung im Fokus der Ermittlungen. Diese Aktivitäten dienten laut den Behörden dazu, die staatliche Ordnung der Bundesrepublik aktiv zu schwächen.

Der Prozess in Düsseldorf markiert eine Zäsur für die Gruppierung und ihre Führungsebene. Die vier Angeklagten müssen sich nun den Vorwürfen der Justiz stellen, während das Gericht über den entstandenen "Riesenschaden" und die strafrechtliche Verantwortung der Anführer entscheidet.